Im US-amerikanischen Bundesstaat New Jersey soll es künftig keine Hinrichtungen mehr geben.

Nachdem der Senat sich schon gegen die Todesstrafe ausgesprochen hatte, wurde dies nun auch noch durch das Abgeordnetenhaus bestätigt. Einzig die Unterschrift von Gouverneur Jon Corzine fehlt noch. Dieser ist seit langem als Gegner der Todesstrafe bekannt, und soll zugesichert haben, das Dokument innerhalb einer Woche zu unterschreiben.

New Jersey ist seit 40 Jahren der erste US-amerikanische Bundesstaat, welcher die Todesstrafe abschafft. Die letzten Staaten die sich gegen die Todesstrafe entschieden hatten waren Iowa und West Virginia.

In New Jersey wird die Todesstrafe abgeschafft weil anfang dieses Jahres eine Kommission zum Schluss gekommen war, dass die Exekution nicht abschreckend wirke, teurer sei als lebenslange Haft, und ausserdem auch immer die Gefahr bestehe, dass unschuldig verurteilte Personen hingerichtet würden.

Im Moment sitzen in New Jerseys Gefängnissen acht zum Tode verurteilte Personen.

Anstelle der Todesstrafe soll es nun lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf Begnadigung geben.

Weiterhin können aber in 36 US-amerikanischen Bundesstaaten, wie beispielsweise in Florida oder Texas, Menschen zum Tode verurteilt und hingerichtet werden.